Sommersportwoche in Sveta Marina

 

Montag  pünktlich um 05:00 Uhr ( für einige also noch mitten in der Nacht ) starteten 43 erwartungsvolle Schüler und ihre Begleitlehrer Hans-Peter Reisinger, Karin Gamperl, Paul Jörger und Doris Nikitscher Richtung Sveta Marina, Kroatien. Trotz der frühen Morgenstunde war an Schlaf im Bus nicht zu denken, zu groß war die Aufregung und zu ausgelassen die Stimmung.

Erster Programmpunkt war gegen Mittag ein kleiner Stadtbummel durch Opatija, einem ehemals zur Habsburgermonarchie gehörenden malerischen Kurort mit dem architektonischen Flair aus der Zeit der Donaumonarchie. Anschließend konnten wir die Aussicht auf das bekannte Seebad sowie andere Küstenstädtchen der Kvarner Bucht entgegen der Wettervorhersage bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen vom Boot aus genießen. Wenn „Englein“ reisen …!

Nach einer ca. einstündigen Busfahrt entlang der Küstenstraße war unser Reiseziel endlich erreicht: der Campingplatz in Sveta Marina. Dort erwarteten uns bereits Renate Zach mit ihrem Gatten, die mit ihrem Motorboot hier angelegt hatten, sowie Sigrid und Reinhold Tschandl, die Herrn Reisinger und die Tauchcrew tatkräftig unterstützten. Nun bezogen wir unsere Mobile Homes und erkundeten den Campingplatz, der für die nächsten Tage unser Zuhause sein sollte. Nach dem Abendessen erfolgte die Vorstellung bzw. die Präsentation der Bewohner der einzelnen „Häuser“, wobei uns einige mit großartigen musikalischen, rhetorischen und schauspielerischen Talenten verblüfften.

Am Dienstag jedoch passte sich das Wetter an die Wettervorhersage an: Es goss wie aus Kübeln. Dies konnte der guten Stimmung jedoch nichts anhaben. Die Taucher wagten den ersten Tauchgang im Pool der Anlage und wurden von Frau Zach dankenswerter Weise mit heißem Tee versorgt. Von denjenigen, die gerade nicht beim Tauchen waren, wurde ein Stationenbetrieb mit diversen Aktivitäten wie Darts, Gymnastik, Schiffe auftauchen, Kroatisch für Anfänger,… absolviert.

Am Mittwoch besserte sich das Wetter wieder ( vielleicht weil fast alle ihre Tomatensuppe aufgegessen hatten ) und wir konnten wie geplant eine Tagesreise mit dem Schiff unternehmen. Erste Station war die Insel Cres, wo wir einen kurzen Halt machten.

Dann ging’s weiter – „Der Sonne entgegen…“ – nach Valun, was einigen vielleicht aus der gleichnamigen Fernsehserie mit Towje Kleiner, Erich Steinhauer u.a. aus den 1980er Jahren bekannt sein dürfte. Leider versteckte sich die Sonne dort immer mehr hinter dunklen Wolken. Ca. 30 mutige Schülerinnen und Schüler ließen sich davon aber nicht abschrecken und nutzten die Gelegenheit zu einem kurzen Bad im Meer, manche davon zum ersten Mal.

Warm eingepackt und mit Mütze auf dem Kopf marschierten wir danach wieder zum Schiff, wo bereits eine köstliche Mahlzeit – auf dem Boot gegrillter Fisch, gegrilltes Fleisch und auch vegetarische Köstlichkeiten – auf uns warteten. Danach nahm das Schiff Kurs auf unseren „Heimathafen“ Sveta Marina. Vorbei an den blauen Grotten genossen wir die Fahrt und erlebten ein Highlight unserer Reise: Der Kapitän ortete Delfine und stoppte die Maschinen.

So konnten wir diese großartigen Meeressäuger beobachten und diejenigen, die über flinke Finger verfügen, das eine oder andere Foto schießen. Nachdem einige zu den Klängen eines Ziehharmonikaspielers sogar ein Tänzchen gewagt hatten, erreichten wir müde unser Ziel.

Endlich konnten unsere „Fischer“ ihre Angeln und das eigens gekaufte Brot auspacken und mit Herrn Tschandl zum Fischen gehen. Kleine Fische bissen wohl an, der große Fang blieb aber aus!

Am Donnerstag herrschte endlich strahlender Sonnenschein. Die Taucher wagten ihren ersten Tauchgang im Meer, Frau Zach und ihr Gatte starteten das Motorboot und zogen die Kids auf der angehängten „Banane“ über die Wellen, was manchmal mit einem nicht ganz freiwilligen Bad im Meer endete, und die Fischer packten erneut ihre Angelruten aus.

Am Nachmittag fanden wir auch noch Zeit für Spiel und Spaß im angenehm temperierten Pool, was allgemein großen Anklang fand. Ein Fußballmatch am Abend, bei dem es sich einige der Lehrer nicht nehmen ließen, daran teilzunehmen, machte allen einen Riesenspaß.

Leider ging die schöne Zeit viel zu schnell vorbei. Am Freitag hieß es bereits Abschiednehmen.

Am Freitagvormittag besichtigten wir noch Labin. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die einstige mittelalterliche Stadt zur beliebten Künstler- und Galeriestadt entwickelt.
Labin bietet durch seine wundervolle Lage am Berg einen herrlichen Ausblick auf die benachbarte Stadt
Rabac und deren Strände und Buchten. Mittels einer Städterallye beschäftigten wir uns genauer mit der Stadt und ihrer Geschichte.

Nach dem Mittagessen traten wir schweren Herzens die Heimreise an. Ein Zwischenstopp am Trojani Pass, der für seine hervorragenden Krapfen in unglaublicher Größe berühmt ist, versüßte uns die Heimreise etwas. Viele erstanden ein paar der Köstlichkeiten als Mitbringsel für die Familie daheim.

Gegen 20:00 Uhr trafen wir alle wohlbehalten, aber müde in Ilz ein. Eine wunderschöne Reise war zu Ende gegangen, an die alle Beteiligten noch lange denken werden.

Doris Nikitscher

        

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